Pressemitteilung des Vorstands des Netzwerk Cubas anlässlich des Vatertags in den USA und Cuba an US-Präsident OBAMA wegen der CUBAN 5

17. Juni 2012

 

Obama soll die Cuban 5 endlich freilassen

Am heutigen Tage wird sowohl in den USA als auch in Cuba der „Vatertag“ began­gen. Besonders in Cuba wird dieser Tag in den Familien gefeiert und alle Familien­mitglieder kommen zusammen.

Leider wird dies von den US-Behörden fünf Cubanern und ihren Familien verwehrt. Die fünf jungen Cubaner – Gerardo Hernández, Ramón Labañino, Antonio Guerre­ro, Fernando González und René González – hatten Mitte der 1990er Jahre ver­sucht, ihr Land vor Attacken und Terroranschlägen zu warnen, die von exilcubani­schen Organisationen und Banden in Florida gegen Cuba vorbereitet und durchge­führt wurden und die großen Schaden anrichteten. Cuba stellte diese von den „Cuban 5“ gesammelten Informationen dem FBI zur Verfügung, damit die US-Behörden diese Aggressionen unterbinden würden, die Fünf wurden aber selbst vom FBI verhaftet. Seit ihren brutalen Festnahmen 1998 sind sie eingesperrt und konnten ihre Familien kaum noch treffen, einigen wurden sogar Besuche ihrer Ehe­frauen verboten. Amnesty International und die UN Working Group on Arbitrary Detention haben all dies scharf kritisiert.

In einem Offenen Brief an US-Präsident Barack Obama hat der Vorstand des NETZ­WERK CUBA e.V. nun gefordert, die Cuban 5 freizulassen. Der US-Präsident hat dazu die Befugnis, hat sie aber bisher noch nicht genutzt. In dem Brief weist der Vorstand darauf hin, dass die Cubapolitik der USA bereits seit über 50 Jahren von exilcubanischen Extremisten in Florida dominiert wird, und dass diese Kräfte jede Annäherung zwischen den beiden Ländern unterbinden. Zugleich aber wird in dem Brief ein Satz aus dem bekannten Buch “Dreams from My Father” von Barack Oba­ma zitiert: “I know that the hardening of lines, the embrace of fundamentalism and tribe, dooms us all.” (Ich weiß dass die Verhärtung von Fronten, die Verinnerlichung von Fundamentalismus und Gruppenzugehörigkeit uns allen zum Verhängnis wird!)

US-Präsident Obama solle diese von ihm hervorgehobene Weisheit gegenüber Cuba beherzigen und praktizieren. Seine Administration möge solle die Unterminierung und die Medienkampagnen gegen Cuba endlich einstellen. Und vor allem wird nachdrücklich die Freilassung der Cuban 5 mit Nachdruck und einer Reminiszenz an Obamas Wahlkampfsolgan gefordert: „Yes, you can!”

 

Der Offene Brief befindet sich im Anhang dieser Pressemitteilung.
Für Rückfragen:   Dr. Edgar Göll, Mobil: 0157 - 8242 1146

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