Grußwort von ANTONIO GUERRERO an die Kundgebungen am 17. März 2012

Liebe Freunde in Deutschland.

Immer und immer wieder wird die Vereinzelung der Haft, die bald 14 Jahre andauert, von der unaufhörliche Welle an Solidarität von Tausenden von Brüdern und Schwestern in der ganzen Welt aufgebrochen.

Monat für Monat erhalten wir aus Deutschland aufmunternde Briefe mit Nachrichten von Aktionen für unsere Freiheit. Es ist wundervoll zu wissen, dass man Freunde hat, mit denen man durch ein unzerreißbares Band der Freundschaft verbunden ist; und dies nicht etwa, weil man sich eines Tages irgendwo kennengelernt hätte, sondern weil man dieselben Prinzipien von Gerechtigkeit und Brüderlichkeit teilt und verteidigt.

Wir leben in einer komplexen und aufgewühlten Welt, in der niemand den Konsequenzen der tiefen ökonomischen Krise entgeht, so wie auch niemand den tödlichen Folgen eines Nuklearkrieges entkäme. Niemals war die Einheit aller Revolutionäre wichtiger als heute, um eine bessere Welt zu schaffen, die keine Ungerechtigkeit und Ausbeutung kennt und in der der Frieden regiert.

Der Apostel unserer Unabhängigkeit, José Martí, sagte einst: „Nur mit großartigen Freunden kann man großartige Dinge vollbringen“. Wir wissen, dass unsere Freunde eines Tages unsere Rückkehr in unser Heimatland und in unsere Familien möglich machen werden.

In unendlicher Dankbarkeit sende ich Euch fünf feste Umarmungen.  

!Venceremos! - Wir werden siegen!

Ramón, Gerardo, Rene, Fernando y Antonio.
Aus der Haftanstalt von Marianna/Florida.
13. März 2012.

Grußbotschaft von René González Sehwerert an die Kundgebungen am 17. März

Liebe Freunde aus Deutschland:

Es ist uns eine Freude, Euch zu einem Zeitpunkt diese Worte des Dankes und der Zuneigung zu senden, an dem Ihr Euch versammelt, um dem Kampf dafür, dass uns Gerechtigkeit widerfährt, Eure Unterstützung auszudrücken.
Die einzige Erklärung für unsere lange Haft ist die Tatsache, dass die Menschenleben, die wir damals verteidigten, jene von kubanischen Staatsbürgern waren. Es ist offensichtlich, dass in der Welt, in der wir leben, nicht jedes menschliche Leben den gleichen Wert hat; und hätten wir gegen einen Terrorismus unter anderen Vorzeichen gekämpft, die Medienkonzerne hätten uns mit Ehren überhäuft. Möglicherweise besteht in diesem Detail der große Verdienst von Personen wie Euch, die, obwohl unter dem Einfluss eines erdrückenden Manipulationssystems stehend, eine Form finden, sich von diesem zu befreien, Verständnis für ein Volk wie das kubanische zu entwickeln und sich dann sogar mit jenen zusammenzuschließen, die die Sache der Cinco verteidigen.
Für all das sagen wir Euch schlicht und einfach Danke. Wir wissen nur zu gut, dass Ihr uns eines Tages dem Schoß unseres dankbaren Volkes zurückgeben werdet. Wenn das geschieht, werden wir einen weiteren Sieg der Vernunft feiern, auf diesem ungewissen Weg unserer Spezie zur Verwirklichung der Menschheit, von der wir träumen.

Eine Umarmung im Namen der Cinco.

René González Sehwerert

Grußwort von Ramón Labañino an die Kundgebungen für die Freiheit der „Cuban Five“ am 17.03. 2012

Liebe Brüder und Schwestern in Deutschland:

Empfangt alle die Zuneigung und die Umarmungen von uns fünf Kubanern, die wir vom Territorium der USA aus den Kampf für Wahrheit und Freiheit fortsetzen.
Wie Ihr wisst, ließ sich die jüngste Grausamkeit in unserem Fall wieder einmal durch die Stimme der Staatsanwaltschaft dieses Landes vernehmen, die beantragt hat, René die Möglichkeit zu verweigern, nach Kuba zu reisen und seinen todkranken Bruder zu sehen und ihn möglicherweise zum letzten Mal zu umarmen. Dieses inhumane, ungeheuerliche und gemeine Verhalten ist zynisch und feige ohnegleichen. Ausreden und Lügen taugen nicht, um Schamlosigkeit und Schande zu verteidigen.
Wir wissen, dass Ihr über die besondere Problematik des Momentes, den wir erleben, auf dem Laufenden seid. Gemeinsam werden wir all die Lügen besiegen, im Geiste und mit der Stärke von Rosa Luxemburg, von Karl Marx, von Friedrich Engels. Und dort, unter Euch, sind irgendwo auch wir Fünf.
Erheben wir unsere Stimmen, damit ein für alle Mal Schluss ist mit der Ungerechtigkeit!
Freiheit für die Cuban Five, und zwar in Kuba!

Danke für die Ehre, uns Eure Brüder nennen zu dürfen!
Gemeinsam werden wir siegen!

Alle Herzlichkeit von uns, den Cinco, für Euch!
Hasta la victoria siempre – Immer vorwärts bis zum Sieg!

Antonio.
René.
Fernando.
Gerardo.
Ramón.
Haftanstalt ESUP, GEORGIA.
15. März 2012, 19:49 Uhr

Grußwort von IRMA SEHWERERT, Mutter von René Gonzalez, an die Kundgebungen am 17. März in fünf deutschen Städten für die Freiheit der „Cuban Five“

Wir haben von den verschiedenen Veranstaltungen erfahren, die in Deutschland am 17. und 18. März für die Freiheit unser Cinco Héroes durchgeführt werden.
Ich möchte darum bitten, den Organisatoren der Aktionen unseren Dank zu übermitteln. Wir sind sicher, dass diese Aktionen ein weiteres notwendiges Quentchen darstellen werden, damit wir letzten Endes alle zusammen ihre Rückkehr werden feiern können.
Unsere Familie durchlebt schwierige Tage, befinden wir uns doch in banger Erwartung der Entscheidung der Richterin, René die Erlaubnis zu erteilen, nach Kuba zu kommen, um seinen schwer kranken Bruder zu sehen. Jede Protestaktion kann sich positiv auf die Entscheidung der Richterin auswirken.

Nochmals vielen Dank, ich glaube, ohne die Solidarität und die Herzlichkeit so vieler guter Menschen in aller Welt hätten wir so viel Ungerechtigkeit nicht aushalten können.

Eine Umarmung für alle solidarischen compañeros in Deutschland:

Herzlich,
Irma Sehwerert.    
12.    März 2012

Grußbotschaft von MAGALI LLORT, Mutter von Fernando González, an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Aktionen am 17. März in Unterstützung der Forderung nach Freiheit für die „Cuban Five“

Im Namen der Los Cinco und ihrer Angehörigen sende ich Euch unendlichen Dank für Eure Beteiligung an unserem Kampf, der wir schon seit fast 14 Jahren gegen die unrechtmäßige Inhaftierung führen, welcher René, Gerardo, Ramón, Antonio und Fernando ausgesetzt sind. In all diesen Jahren habt Ihr uns begleitet, an der Seite von vielen weiteren Menschen in aller Welt, die sich -Dank eines tief empfundenen Gefühls von Solidarität- dafür eingesetzt haben, diese gewaltige Ungerechtigkeit bekannt zu machen. Die Bedeutung dieser Öffentlichkeitsarbeit ist nicht zu unterschätzen, wenn man die totale Informationssperre bedenkt, die die Massenmedien in Übereinstimmung mit dem ausdrücklichen Interesse der US-Regierung über selbige Ungerechtigkeit verhängt haben. Ihr habt uns auch begleitet in der Forderung nach Visa für Olga und Adriana, damit sie ihre Ehemänner besuchen können. Dieser Kampf ist hart und wir dürfen nicht einen Moment darin nachlassen, weiterhin ihre Freiheit und ihre Heimkehr in den Schoß ihrer Familien zu fordern. Gemeinsam mit unserem ganzen Volk erwarten wir sie, um ihnen den Dank für ihren ehrenwerte Bereitschaft auszudrücken, ihr eigenes Leben dafür aufs Spiel zu setzen, die Leben ihrer Landsleute und die vieler anderer Menschen zu schützen, die Opfer der schrecklichen terroristischen Attentate hätten werden können. Euch gilt unsere Anerkennung für die nicht einfache Solidaritätsarbeit, die Ihr über all die Aufgaben hinaus, denen ihr ohnehin gerecht werden müsst, auf Euch genommen habt. Wir danken Euch allen und bitten Euch, im Kampf nicht müde zu werden. Wir können den Traum Wirklichkeit werden lassen, uns eines Tages mit unseren Fünfen in Kuba in die Arme zu fallen, in jenem Kuba, welches nicht nur den Kubanern gehört, sondern all jenen, die sich zu dem Teil der Menschheit rechnen, die „basta gesagt hat und aufgebrochen ist“.

Eine Umarmung im Namen der Los Cinco und ihrer Familien!        

Magali Llort, Habanna, 12.03.2012

Grußwort des Hochschulnetzwerkes in Solidarität mit den Cinco zu den Kundgebungen am 17.März:

Compañeras y compañeros:

Wir senden Euch kämpferische Grüße zum Tag der Freiheit für die Politischen Gefangenen am morgigen 18. März.
 
In unserem Netzwerk sind mittlerweile mehr als 5000 Aktivistinnen und Aktivisten aus 73 Ländern zusammengeschlossen. Wir gehen in unserer Arbeit davon aus, dass sich die Freiheit unserer fünf Brüder nicht über die legalen Mechanismen des US-Justizsystems erreichen lässt. Es handelt sich um einen politischen Prozess, der die weltweite Solidarität verlangt, insbesondere die der US-Bevölkerung. In diesem Informations- und Mobilisierungsarbeit können die Hochschulen eine wichtige Rolle spielen. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht, die Gefangenen mit Informationen über die weltweite Kampagne zu versorgen und ihnen zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Zugleich sind wir bemüht, über alle Mauern und Informationssperren hinweg, sie und ihre Angehörigen als jene außergewöhnlichen Persönlichkeiten erkennbar werden zu lassen, die sie sind. Es freut uns, wenn wir durch unsere Vermittlung einen kleinen Teil zum Gelingen Eurer Aktionen haben beitragen können.

Euch und allen Aktivisten für die Freiheit der Fünf gilt unsere Anerkennung. Es ist nicht leicht, in einem Land wie der Bundesrepublik Deutschland für politische Gefangene einzutreten, deren Fall in den Medien beinahe komplett totgeschwiegen wird. Es ist nicht einfach zu begreifen, welche Bedeutung der Fall der 5 im internationalen Verhältnis der Kräfte hat. Die Härte und Irrationalität der US-Regierung in diesem Fall lässt allerdings bereits jetzt eins erahnen: Der Tag, an dem es uns gelingen wird, die Fünf aus den Knästen und nach Kuba zurück zu holen, wird der Tag einer empfindlichen Niederlage des selbstherrlichen Imperiums sein.

Bis dahin geht der Kampf für die Freiheit der Brüder des Che, unserer Brüder, weiter!
!Volverán! - Sie werden zurückkehren! 
!Venceremos!

Gilda Vega und Julián Gutiérrez
Koordinatoren des Red de Universidades en Solidaridad con Los Cinco
Habanna, 15.03. 2012

Grußwort der vier Protagonistinnen aus dem Dokumentarfilm „Zucker&Salz“, Elena Aragón, María Guzmán, Ana Guzmán y Angela Pernas, an die Kundgebungen für die „Cuban Five“ am 17. März 2012

Compañeros:

Erlaubt uns, all denen einen herzlichen Gruß zu senden, die sich heute versammeln, um sich mit unserem Kampf für die Freiheit der fünf kubanischen anti-terroristischen Helden zu sollidarisieren, die ungerechterweise in den USA gefangen sind. Wir konnten Eure Solidarität kennenlernen, als wir im Jahr 2010 den Dokumentarfilm „Zucker & Salz“ in Eurem Land vorstellten. Damals strömte uns viel menschliche Wärme und ein tiefer Begriff unseres Kampfes entgegen, was uns viel Kraft gab, denselbigen fortzusetzen.
Heute sind es die Cinco Héroes, die Eure Solidarität brauchen, und wir uns sicher, das Ihr den richtigen Weg findet, Eure solidarische Hilfe wirksam werden zu lassen.
In unserem Namen und im Namen unseres Volkes sagen wir Euch Danke für Eure Solidarität, Danke für die Brüderlichkeit. 

!Venceremos! - Wir werden siegen!

Ángela, Elena, Ana, María.
Habanna, 15. März 2012 Danke für die Brüderlichkeit. 
!Venceremos! - Wir werden siegen!
Ángela, Elena, Ana, María.
Habanna, 15. März 2012

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