Cuba - nach dem Hurrikan ist vor dem Hurrikan?

Solidaritäts- und Spendenaufruf

Cuba - nach dem Hurrikan ist vor dem Hurrikan?

Hurrikan „Sandy“ hat kürzlich in den Ostprovinzen der Karibikinsel immense Schäden angerichtet. Leider auch 11 Menschen getötet. Mit Windgeschwindigkeiten von über 180 km/h haben neun Meter hohe Flutwellen und intensive Regenfälle etliche Häuser und Infrastrukturen zerstört. Auch landwirtschaftliche Anbaugebiete wurden extrem stark in Mitleidenschaft gezogen und Stromleitungen unterbrochen.

Die aufwändigen und kostspieligen Sicherheitsvorkehrungen, die trotz der schwierigen wirtschaftlichen Lage, in der sich Cuba befindet, vorgenommen wurden, verhinderten schlimmere Schädigungen für Menschen. Schon am folgenden Tag begannen die Aufräumungsarbeiten auf Hochtouren. Besonders auffallend ist die enorme Diszipliniertheit, Organisiertheit und Hilfsbereitschaft der Cubaner füreinander: Zum Beispiel führten die Gewerkschaften freiwillige Überstunden zur schnelleren Behebung der Schäden durch.

In einem 1999 bei Rogner und Bernhard erschienenen Band („Salsa einer Revolution“, Hg.: Sven Creutzmann / Henky Hentschel) heißt es zum Thema Schutz vor und Management bei Naturkatastrophen: „Für manche Beobachter grenzt das alles an ein Wunder, aber auch dieses cubanische Wunder hat eine Erklärung, denn vom Kindergarten bis zum Universitätsabschluss und dem Eintritt in das Berufsleben begleitet die Cubaner seit 36 Jahren die „Defensa Civil“, der Zivilschutz. Was im Katastrophenfall zu tun oder zu lassen ist, gehört zum Lehrplan auf jeder Ausbildungsstufe und wird regelmäßig geübt.... Tritt die Katastrophe schließlich ein, weiß jeder, wo er hingehört und was er zu tun hat, um sich selbst, seine Habe, seinen Arbeitsplatz, seine Fabrik, sein Vieh oder sein Land zu schützen.“

Dringend benötigte Spenden für die Opfer und zur Behebung der Schäden des Unwetters können unter dem Stichwort "Hurrikan 2012" überwiesen werden:

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